David Neubauer | BurgStadtMenschen #7


Mein Name ist David Neubauer, ich bin 38 und Gschichtldrucker von Beruf (vulgo Marketing & PR Mensch).

Ich kann mich nicht auf einen #BurgLiebling beschränken. Deswegen nominiere ich Fabian Krüger und Kirsten Dene. Letztere, weil sie mich seit 1997, als ich meine Zuschauerkarriere an der Burg begann, fasziniert und jedes Stück ein Stückchen großartiger macht. Und Fabian Krüger, weil ich seine Spielart liebe, seine Vielseitigkeit bewundere und ihn so sympathisch finde, dass ich ihn einmal beinahe auf einen Kaffee eingeladen hätte.

Ein Lieblings-#BurgStück aus der geschätzten Hundertschaft an besuchten Vorstellungen auszuwählen, ist unmöglich. Deshalb entscheide ich im Umkehrschluss für die einzige Vorstellung, die ich in 20 Jahren in der Pause verlassen habe: „Bakchen“, zur Aufführung gebracht im Jahre 1999, und für mich damals, trotz Kirsten Dene, eine Katastrophe erster Ordnung. Heute, weitaus theatererfahrener und immer offen für neue Inszenierungen, würde ich ganz sicher in den Schlussapplaus einstimmen.

Mein #Burgmoment fand 2011 bei einer Premierenfeier statt, zu der ich als Komparse im Gastspiel des St. Petersburger Alexandrinski-Theaters eingeladen war. Im großen Pausenfoyer begegnete ich einer Dame, die ich für ein russisches Ensemble-Mitglied hielt. Da dies auf Gegenseitigkeit beruhte, war die Hetz‘ groß, als sich nach einem kurzen Gespräch auf Englisch herausstellte, dass wir beide falsch gelegen waren. Sie stellte sie mir in unverfälschtem Wiener Dialekt als „Veronika, Häuslfrau vom Parkett rechts“ vor, und integrierte mich umgehend in ihre gut gelaunte Tischrunde, mit der ich den Rest dieser einmaligen Feier verbringen durfte.

Ich habe viel über meine Wege in die Offene Burg nachgedacht und könnte jetzt meine lange Verbundenheit mit dem Burgtheater, ausgelöst durch das Interesse am Werk von Thomas Bernhard und den Inszenierungen des damaligen Direktors Claus Peymann als Ursache anführen. Oder ich beschreibe meine Erlebnisse als Komparse, inklusiver inoffizieller Tour durch das Haus von den Katakomben bis zum Schnürboden, und wie mich diese für die organisatorischen und betrieblichen Aspekte eines Theaterbetriebs begeisterten. Ich könnte auch persönliche Bezugspunkte anführen, wie meine freundschaftlichen Verbindungen zu Theatermenschen an anderen Bühnen. Oder ich begründe es mit meinem Beruf als Marketingmensch, der laufend neuen Umgang mit Text und Sprache fordert. Im Grunde ist es eine Mischung aus allem, untermalt und verstärkt durch Leidenschaft für gutes Theater, die mich zum Mitmachen motiviert hat.

Worte über die Offene Burg habe ich bereits gefunden und erlaube mir hochachtungsvoll, auf meinen diesbezüglichen Blogeintrag zu verweisen: https://offeneburg.wordpress.com/2017/01/26/lustiger-lusterboden/

Mit Wünschen an die Offene Burg soll man ja vorsichtig sein, denn wenn man Pech hat, erfüllen sie sich. Ich gehe das Risiko dennoch ein und wünsche mir eine Dauer von 2 Stunden je Werkstatt-Einheit, um die Nettoarbeitszeit zu erhöhen.

David Neubauer, 38, Marketing- & PR-Mensch | TheaterWerkstatt Die Gschichtldrucker

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