Eine feste Burg …

… oder feste Feste feiern …

Der erste Blogbeitrag vom BurgBlog ist eingelangt, und zwar von Gabrielle Erd, sie assistiert auch beim GenerationenTheaterclub Wiener Brut unlimited

Mitbloggen? Man kann noch jederzeit einsteigen, einfach an offeneburg@burg mailen

Dazu – mehr als passend – fast zeitgleich eingelangt, ein Foto aus unserer Aktion #BurgStadt

Auch hier kann man jederzeit mitmachen: http://www.offeneburg/burgstadt

Bis bald in der Burg, nun nicht mehr eingepanzert

Renate

 

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Schanigarten Café Landtmann, 1010 Wien

Vor der Burg

Ich, im Landtmann, mit meinem Cappuccino. Es ist doppelt vor der Burg. Vor dem Burgtheater und vor der Probe des Theaterclubs der Offenen Burg. Mit mir belagert schweres Gerät das Theater. Panzer der 3. und 4. Panzergrenadierbrigade wurden hierher verlegt. Durch schmale Korridore wälzen die Leistungsschaulustigen. Wie Peschmergas streifen Soldaten um ihre schweren Waffen. Die Verbündeten überlegen die territoriale Aufteilung nach der glückreichen Schlacht um Ninive. Neben mir streiten zwei Kinder um den letzten Bissen eines geteilten Maroni-Spitzes. Mein Blick winkelt einen schmalen Korridor, mein Stuhl ist behaglich, ich trage absolutes No Go-Hilfiger und sehe Eleganz sich im Heizschwammerl sonnen. Wer es aus Mossul schafft, durch tausend Korridore und üble Meere, seine Haut rettet, meist ohne Seele, lebt bei uns von fünf Euro und fünfzig Cent am Tag und hofft auf Asyl. Mein Cappuccino ist getrunken, für fünf Euro und siebzig Cent.

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